Vier Lego-Stormtrooper-Figuren
Von: Peter Kaufmann

Integraler Storyteller
Am: 16.06.2022

Ist Cultural Fit der Hit (oder nit)?

Von: Peter Kaufmann

Am: 16.06.2022

Eine der wichtigsten Fragen, die HireFit beantwortet, ist: “Passt die neue Person ins Team oder kann sie die Teamkultur sogar einen Schritt weiter bringen?” Um die richtige Antwort zu finden, schauen wir auf mehr als nur Alter, Geschlecht, Ausbildung und Hautfarbe.

“Cultural Fit” ist die Bemühung, Teams so zusammen zu stellen, dass eine harmonische Teamkultur entsteht. Oder Neuzugänge für ein Team so auszuwählen, dass die neue Person zur bestehenden Teamkultur passt.

Wie mit allen einfachen Rezepten ist es auch beim Konzept "Cultural Fit": Es gibt Fans und es gibt Leute, die es für eine schlechte Idee halten. Und für beide Sichtweisen gibt es gute Gründe.

Die Vorteile von “Cultural Fit” sind natürlich, dass wenig Reibungsflächen entstehen und derart passend zusammengesetzte Teams harmonisch und effizient zusammenarbeiten. Das führt dazu, dass die Mitarbeiter länger im Betrieb bleiben und senkt die Fluktuationsrate.

Wenn man es mit “Cultural Fit” aber zu weit treibt gibt es auch Nachteile: Im schlechtesten Fall schafft man ein Team, das so starr einheitlich tickt, dass jegliche Kreativität, Flexibilität und Offenheit verloren geht.

 

Darauf schauen wir

Es gibt bei der Teamzusammenstellung also eine Polarität mit den zwei Polen Harmonie/Einseitigkeit und Diversität/fehlendes Zusammengehörigkeitsgefühl.

Wenn wir neue Mitglieder oder Führungskräfte für Teams evaluieren, schauen wir darum immer auch darauf, wo das Team in Bezug auf diese beiden Pole steht. Ist es sehr einheitlich und könnte es von jemandem mit einer anderen Weltsicht profitieren? Oder herrscht schon eine grosse Diversität und braucht das Team eher jemanden, der es zusammenhalten kann?

Und worauf genau achten wir? Natürlich ziehen wir auch die "klassischen" Diversitätsmerkmale wie Geschlecht, Alter, Ausbildung, Ethnie, sexuelle Ausrichtung, etc. in Betracht. Aber wir beschränken uns nicht auf diese äusseren Elemente. Wir schauen auch auf innere Faktoren wie Werte, Selbst- und Weltbild und allgemein die vertikale Entwicklung aller Beteiligten. Denn wir halten diese Faktoren für mindestens genauso einflussreich wie äusserliche Merkmale.


Cultural Fit und Culture Shaping

In seinem Buch Spiral Dynamics schreibt Don Beck mit Bezug auf die Werteentwicklung, dass die ideale Führungsperson ca. eine halbe Stufe weiter sein sollte als ihr Team. Eine solche Person passt nicht einfach nur ins Team, sondern sie beeinflusst die Teamkultur positiv. Das ist nicht mehr "Cultural Fit" sondern aktive Formung der Teamkultur, sogenanntes "Culture Shaping".

Unser Ziel ist es immer, die Teamkultur positiv zu beeinflussen. Das heisst, eigentlich betreiben wir immer “Culture Shaping”. Auch wenn wir es manchmal “Cultural Fit” nennen, weil das Konzept bekannter ist und weil wir eben auch in jedem Fall eine Passung anstreben, den bestmöglichen "Fit".

Dabei betrachten wir sowohl beim bestehenden Team wie auch bei der neuen Person innere und äussere Faktoren und auch die Anforderungen und die Intention des Auftraggebers. Basierend auf all diesen Elementen schlagen wir dann diejenige Person vor, welche in dieser Situation, aus unserer Sicht, am besten passt. So dass ein Team entsteht, das über die richtige Balance von Dynamik und Stabilität verfügt, um einerseits eine verlässliche Leistung zu erbringen und sich andererseits auch flexibel an neue Umstände anzupassen.